Die Rote Mappe 2024 vom Niedersächsischen Heimatbund und die Weiße Mappe mit der enttäuschenden Antwort der Niedersächsischen Landesregierung zusammengefasst von Stefan Bohlmann Landeszeitung Lüneburg.

Kommentar Kai Lübbecke:

Mit ein bisschen technischen Sachverstand, Willen und Kreativität kann man das Argument der Niedersächsischen Landesregierung der mangelhaften Arbeitssicherheit bei der Bedienung der Nadelwehre entkräften, indem man ein Beipass, der mit einer automatischen Regulierung ausgerüstet ist, baut. Durch so eine einfache Lösung würden mind. 90% der manuellen Regulierungstätigkeiten am Nadelwehr entfallen!

Infoveranstaltung rund um die Ilmenau am 01.Mai.2024 bei schönstem Wetter

Das Interesse an der Infoveranstaltung über die Ilmenau und deren Bedeutung in der Vergangenheit und einer möglichen Bedeutung für die Zukunft entgegen der Vorhaben der WSV, die denkmalgeschützten Bauwerke (Nadelwehre und Schleusen) unwiederbringlich zu zerstören, war sehr groß. Zusätzlich haben etliche Freizeitkapitäne mit ihren Booten bekundet, dass sie die Ilmenau bis nach Lüneburg wieder befahren wollen. Zur Zeit sind alle Schleusen wegen baulicher Mängel, verursacht durch mangelhafte Wartung der Wasser und Schifffahrtsverwaltung, gesperrt.

Zur Infoveranstaltung in Fahrenholz wurde aus Lüneburg Salz vom Salzewer und dem Ruderclub in Bardowick exemplarisch transportiert, welches dann von den Freizeitkapitänen übernommen wurde, um es weiter nach Hamburg zu bringen. Salz aus Lüneburg war, neben Gemüse aus Bardowick, ein sehr wichtiges Gut, das auf der Ilmenau transportiert wurde.

Januar 24-LZ-Artikel „Zukunftssorgen an der Ilmenau“

Kommentar Kai Lübbecke

Alle mir bekannten Untersuchungen zur Wasserstandsentwicklung der Ilmenau beruhen auf Messungen und Ereignissen der Vergangenheit. Da wir uns aber im Klimawandel befinden, sind diese Untersuchungen für die Planung der Umgestaltung der Ilmenau hinfällig!

Klimawandel bedeutet Veränderung in der Zukunft. Das heißt, dass wir in Zukunft mit weit extremeren Niederschlagsereignissen rechnen müssen. Diese extremeren Niederschlagsereignissen müssen die Grundlage für eine Hochwasserbetrachtungen sein. Alles andere wäre fahrlässig und könnte dazu führen, dass bei solchen Ereignissen extreme Schäden entstehen.

Wenn an meinem Eigentum nach der Umgestaltung Sohlgleiten Schäden entstehen, werde ich die WSV verklagen und ich bin mir sicher, dass sich noch weitere Ilmenau-Anrainer dieser Klage anschließen werden.

Den Ilmenau-Anrainern ist völlig egal, in welcher Zuständigkeit der Hochwasserschutz fällt. Wenn die WSV für einen dem Klimawandel angepassten Abfluss bei extremen Niederschlagsereignissen sorgt, kommt Hochwasserschutz gar nicht zum tragen!